Safety Tech Talk | ÖLMESSUNG nach DIN EN 12021:2014

Die häufigste Ursache für Fehlinterpretationen ist die Definition des Begriffes „Öl“. Die ISO 8573-1 definiert den Ölgehalt in Druckluft als flüssige und dampfförmige Ölanteile, den sogenannten Gesamtölgehalt für Kohlenwasserstoffe von C6 (Reinheitsklasse) und höher.

Schmieröle für Kompressoren enthalten Kohlenwasserstoffe von C10 bis C40, primär C20 bis C30. Dabei ist zu beachten, dass weniger die gasförmigen Anteile gemessen werden müssen, sondern vor allem die aerosolen Anteile, die bei Temperaturerhöhung ein Vielfaches an feuchtem Öldampf erzeugen können.

VOC-Messgeräte arbeiten in der Regel mit PID-Sensoren. Diese Sensoren erkennen nur Stoffe, die sich in der Gasphase befinden, also bis max. C10.

Sie messen keine Aerosole, Öle in tropfen- oder dampfförmiger Phase und keine Restöle.

 

Eine VOC Messung mit PID Sensoren kann die Vorgaben aus der DIN EN 12021:2014 bei ölgeschmierten Hochdruckkompressoren nicht gänzlich erfüllen.

 

Wenn Sie zur Erfüllung der DIN EN 12021:2014 Öl messen wollen, lassen Sie sich vom jeweiligen Anbieter schriftlich bestätigen, dass das Messgerät auch wirklich Restöl (im Sinne der DIN EN 12021:2014) und Ölsubstanzen in flüssiger und aerosoler Form erkennt und deren in der Luft vorhandene Menge zuverlässig misst.

Nur dann sind sie als Betreiber auf der sicheren Seite, dass die Vorgaben der DIN EN 12021-2014 erfüllt werden und Sie nicht Gefahr laufen, in ein Haftungsrisiko zu geraten.
IDE AIRSAVE OilControl reagiert direkt auf das real in der Druckluft vorhandene Öl als Aerosole, dampfförmig oder gasförmig.

Der IDE AIRSAVE OilControl Restölsensor arbeitet seit vielen Jahren nach dem bewährten MHCM-dynamic Verfahren, welches als einzigartiges echtes Ölgehaltsmessverfahren für Druckgase gilt, die Öl, in welcher Form auch immer, enthalten.

 

„ATMEN SIE, WIR KÜMMERN UNS UM IHRE LUFT UND SICHERHEIT“
VOC: Flüchtige organische Verbindungen (Abk.: VOC bzw. VOCs volatile organic compound[s]) ist die Sammelbezeichnung für organische, also kohlenstoffhaltige Stoffe, die leicht verdampfen (flüchtig sind) bzw. schon bei niedrigen Temperaturen (z. B. Raumtemperatur) als Gas vorliegen.

PID: Ein Photoionisationsdetektor (Abkürzung: PID) ist ein Gerät zur Erkennung und Analyse von chemischen Verbindungen in der Umgebungsluft. Beispielsweise sind aromatische Kohlenwasserstoffe, einige gängige Lösungsmittel und eine Vielzahl von unterschiedlichen anorganischen, vor allem aber organischen Substanzen nachweisbar.

Funktionsprinzip: Ein Photoionisationsdetektor saugt mittels einer Pumpe die Umgebungsluft ein und setzt diese dem UV-Licht einer Gasentladungslampe aus. Wenn ionisierbare Substanzen in der Luft vorhanden sind, wird dies als Konzentration auf dem Display angezeigt.

Technische Verwendung: PIDs werden zum Beispiel zur Lecksuche verwendet, bei der Messung von Schadstoffkonzentrationen bei Unfällen, bei der Überwachung eines Dekontaminationsplatzes oder der Belastung der Umgebungsluft durch ausgasende Schadstoffe.
Mobil ist ein PID beispielsweise auf dem ABC-Erkundungskraftwagen des Katastrophenschutzes installiert und kann mit wenigen Handgriffen zu einem tragbaren Gerät umfunktioniert werden. Bei anderen Anwendungen werden kleinere Handgeräte eingesetzt, die mittels spezieller Einsätze auf eine Schadstoffklasse ausgerichtet werden können. Der PID wird auch als spezifischer Detektor für die Gaschromatographie eingesetzt.